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Neuigkeiten

vom Forum e.V.

Freuen Sie sich auf 2021!


Im kommenden Jahr möchten wir Ihnen die Themen und Ziele für den Themenspaziergang und die Reise ‚auf den Spuren der Zisterzienser‘, die für 2020 geplant waren, erneut vorstellen.
Das kann sie dann – vorausgesetzt die Mitgliederversammlung stimmt dem Vorschlag zu – erwarten:

Themenspaziergang ‘Mariendarstellungen in Marienstatt’:
 Wissen Sie, mit wie vielen Attributen die Gottesmutter Maria versehen ist? Die Zahl ist schwer zu ermitteln. Ich verweise nur auf das Lied ‚Wunderschön prächtige‘ (GL Nr. 880):

Wunderschön prächtige, hohe und mächtige, liebreichholdselige, himmlische Frau,
du Gottes Dienerin, du unsere Königin, von Gott Gekrönte, auf uns niederschau!
Höre uns flehen, die wir hier stehen:
Du bist die nächste am himmlischen Thron,
bitte für uns Deinen Sohn!

Sonnenumglänzete, Sternenbekränzete, Leuchte und Trost auf der nächtlichen Fahrt!
Vor der verderblichen Makel der Sterblichen hat dich die Allmacht des Vaters bewahrt.
Selige Pforte warst du dem Worte,
als es vom Throne der ewigen Macht
Gnade und Rettung den Menschen gebracht.

 Schuldlos Geborene, einzig Erkorene, du, Gottes Tochter und Mutter und Braut,
die, aus der Reinen Schar Reinste, wie keine war, die selbst der Herr sich zum Tempel gebaut!
Du makellose, himmlische Rose, Krone der Erde, der Himmlischen Zier,
Himmel und Erde sie huldigen dir!

Auch in Marienstatt gibt es neben dem Gnadenbild in der Seitenkapelle der Basilika viele unterschiedliche Mariendarstellungen aus den verschiedensten Epochen, unterschiedlichen Materialien und Formen, die Maria auch mit im Liedtext genannten Attributen zeigen.
Abt Andreas Range O.Cist wird uns anhand vieler Einzelbeispiele einführen in die Mariensymbolik und so auch vergangene und gegenwärtige Glaubenszeugnisse erfahrbar machen.

Reise auf den Spuren der Zisterzienser:
Vorgeschlagen wird eine Bustagesfahrt in die Nordeifel zum früheren Zisterzienserkloster Mariawald, zur Wallfahrtskirche St. Salvator mit dem Mariawalder Gnadenbild im nahegelegenen Heimbach und zur Abtei Steinfeld.

 Kloster Mariawald entstand im 15. Jahrhundert als Gründung des Zisterzienserklosters Bottenbroich (das im späten 18. Jahrhundert von der Abtei Marienstatt erworben wurde) zur Betreuung der Wallfahrt zur Pietà von Mariawald. 1794 wurde das Kloster säkularisiert und in ein Klostergut umgewandelt. Die Ausstattung wurde veräußert. 1862 erfolgte eine Wiederbesiedlung durch Trappisten, die auch die Klosteranlage wieder herstellten. !941 wurde das Kloster von den Nazis aufgelöst und die Anlage 1945 in der Endphase des Krieges weitgehend zerstört. Nach dem Ende des Krieges kehrten die Mönche zurück und bauten die Abtei wieder auf. 2018 wurde die Abtei aufgelöst und die noch verbliebenen Mönche verließen Mariawald.

 Die eher unscheinbare Pietà der „Schmerzhaften Mutter“ von Mariawald wurde mit dem prächtigen Antwerpener Retabel, das dem Gnadenbild als Schrein dient, 1804 in die Heimbacher Pfarrkirche St. Clemens gebracht. Noch heute stehen beide Objekte in Heimbach, nunmehr in der am 24. Mai 1981 geweihten modernen Salvatorkirche.
 Die Pietà entstand Mitte des 15. Jh. in einer rheinischen Werkstatt. Die Gebärdensprache (Verschränkung der Arme) weist auf die Abhängigkeit von einem schwäbischen hin.
Bemerkenswert an dem Heimbacher Bild ist – trotz der eher rustikal-bäuerlichen Art der Ausführung – die große Ausdruckskraft, die durch die wieder freigelegte Originalfassung verstärkt wird. Maria hält ihren toten Sohn so, dass die klaffende Seitenwunde im nach vorn gedrehten Oberkörper die Mitte der ganzen Gruppe ausmacht. Das reich strömende Blut hat auch den weißen Mantel Marias benetzt. In diesem Bild des Mitleidens drückt sich zugleich die gläubige Gewissheit durch das Kreuzopfer aus.

 Kloster Steinfeld wurde im 11. Jahrhundert gegründet und zwei Generationen später von den Prämonstratensern übernommen, die dort bis zur Auflösung der Abtei 1802 lebten. 1923 wurde der Ort von Salvatorianern wiederbesiedelt.
Die Klosteranlage gehört mit ihrer romanischen Basilika zu den bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmälern des Rheinlandes.
In der Kirche befindet sich das Grabmal des heiligen Hermann Josef, der von ca. 1150 bis 1242 oder 1250 lebte und Chorherr im Kloster war. Schon vor der Aufnahme als Chorherr soll er dem Standbild der Gottesmutter in der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln Äpfel als Geschenk gebracht haben.
 Er wird seither auch als »Apfelheiliger« bezeichnet. Traditionell werden bis heute regelmäßig Äpfel auf sein Grabmal in der Basilika in Steinfeld als auch unter die Marienstatue im Chor von St. Maria im Kapitol gelegt. Bedeutend sind auch die Orgel aus dem 17. Jahrhundert und die Kreuzgangfenster.


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