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Philosophie im Kloster: Platon: Symposion

Lektüreseminar

Montag 15. Juli 2019, 11:00 Uhr - Freitag 19. Juli 2019, 14:00 Uhr

Philosophie im Kloster: Platon: Symposion

Lektüreseminar


Das Symposion ist in literarischer Hinsicht wohl der bemerkenswerteste Dialog Platons und hat deshalb durch die Jahrhunderte begeisterte Leser sowie Nachahmer gefunden. Bei einer Trinkrunde im Haus des Tragödiendichters Agathon halten die Teilnehmer der Reihe nach eine Rede auf Eros. Das Phänomen Eros wird aus verschiedenen Aspekten betrachtet und seine Bedeutung weit über den Rahmen zwischenmenschlicher Beziehungen hinaus gelassen. Nur Alkibiades, der verspätet eintrifft, weigert sich, über den Eros zu sprechen und stimmt stattdessen eine Lobrede auf seinen angeblichen Liebhaber Sokrates an. Herzstück des Dialogs ist jedoch die von Sokrates vorgetragene Rede der Diotima, die den Eros als Verlangen nach dem Guten überhaupt, letztlich nach dem Schönen selbst bestimmt und den Aufstieg von dem Verlangen nach einzelnen schönen Menschen zum Verlangen nach dem Guten selbst skizziert.
Letztlich geht es um grundsätzliche Fragen: Wofür lohnt es sich zu leben? Was setzt mich in Bewegung? Wie verhalten sich rationale Selbststeuerung und Begeisterung zueinander? Wie gefährlich sind Leben, Sehnsucht und Hingabe?

Ausführliche Informationen (pdf/45 KB)

Platon wird also nicht historisch museal betrachtet, sondern als Gesprächspartner zu Rate gezogen – und zwar auf dem Weg: hören, nachdenken, gegebenenfalls erläutern, prüfen, befragen und Einsichten festhalten. Dieser Weg fordert Geduld und Aufmerksamkeit sowie das Ertragen einiger Provokationen. Der Gewinn dieser Mühen liegt in der persönlichen Einsicht, vielleicht auch in der Freude daran.



Leitung:

 Dr. Andreas Fritzsche, geb. 1955 in Chemnitz (in der Geburtsurkunde steht „Karl-Marx-Stadt“), studierte katholische Theologie in Erfurt und Münster, promovierte in Philosophie und publiziert über Fragen der Ethik, Philosophie und Theologie. An den Universitäten Lüneburg und Hannover lehrte er Philosophie sowie angewandte Ethik.
Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und Opa von vier Enkeln.
seit 1981 in Westdeutschland
1995 – 2007 Direktor der katholischen Akademie St. Jakobushaus, Goslar
2001 – 2006 Ratsherr in Goslar
2007 – 2018 Universitäten Lüneburg und Hannover
seit 2018 im Ruhestand
www.dr-andreas-fritzsche.de

 P. Ignatius Fritsch OCist, M.A., Jahrgang 1959, studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie und Theologie in Frankfurt a.M. und Innsbruck. Priesterweihe 1998, seit 2011 Zisterziensermönch. Schwerpunkte: Kunst der Barockzeit, Philosophische Ästhetik, Kunst und Kirche.


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