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Neuigkeiten

aus der Abtei

Hochfest Verkündigung des Herrn


Grußwort des Abtes, Messtexte und zeitliche Profess von P. Hieronymus Weißbäcker OCist.

Liebe Freunde!

Liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Am 25. März feiert die Christenheit im Fest „Mariä Verkündigung“ den Augenblick, wo der Engel Gabriel Maria die Botschaft von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ansagt. Der morgens, mittags und abends gebetete „Engel des Herrn“ (Angelus) erinnert uns an den Anfang unserer Erlösung, an den vom Heiligen Geist empfangenen, aus der Jungfrau Maria geborenen Herrn. Hier in Marienstatt haben wir das Jahr 2020 mit dem Beten des Angelus begonnen. Wer hätte gedacht, dass wir das heutige Marienfest hinter verschlossenen Türen feiern müssen! Verbinden Sie sich mit uns im täglichen Angelusgebet! Sie finden es im Gotteslob unter der Nummer 3,6.

Vor den Laudes, dem gesungenen Morgenlob des morgigen Festtags, wird unser Novize P. Hieronymus Weißbäcker nach dem halbjährigen Postulat und dem einjährigen Noviziat im Kapitelsaal vor dem Konvent und im Angesicht Gottes seine Mönchsgelübde (Profess) ablegen und dabei Folgendes sagen: Ich gelobe vor Gott und seinen Heiligen Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam nach der Regel des heiligen Vaters Benedikt.

Der Glaube, die Hoffnung und die Liebe, die Maria Ja sagen ließ zur Botschaft des Engels, ermuntert uns Mönche, in den Gelübden unser Leben ganz in die Hände des uns umsorgenden und liebenden Gottes zu legen und Ihm an diesem Ort in Treue zu dienen. Beten Sie mit uns für den Neuprofessen, für unser Kloster und seine Zukunft! Wir nehmen Sie mit hinein in unser Gebet und legen bei der heiligen Messe alle Ihre Anliegen, Ihre Nöte, Sorgen, Krankheiten und Leiden auf den Altar.

Unser Generalabt in Rom hat am 15. März allen unseren über die Welt verstreuten Klöstern – Mönchen und Nonnen – ans Herz gelegt, das abendliche ‚Salve Regina‘ ganz bewusst im Blick auf die aktuellen Bedrohungen durch das Coronavirus und unsere aus so vielen Wunden blutende Welt zu beten; er schreibt:

„In allen Zisterzienserklöstern der Welt beginnen wir die Nacht mit dem Gesang des Salve Regina. Auch das müssen wir tun im Gedenken an die Finsternis, welche oft auf der Menschheit lastet und sie mit der Furcht erfüllt, sich darin zu verlieren. Im Salve Regina bitten wir, dass über dem „Tal der Tränen“ der ganzen Welt und über allen „Kindern Evas“ das warme und tröstliche Licht der „barmherzigen Augen“ der Königin und Mutter der Barmherzigkeit leuchte, damit in jeder Situation, in jeder Nacht und Gefahr die Augen Marias „Jesus zeigen“, dass Jesus gegenwärtig ist, dass er uns stärkt, dass er uns heilt und uns rettet. Unsere ganze Berufung und Sendung ist in diesem Gebet beschrieben.“

In jedem „Gegrüßet seist du Maria“ grüßen wir Maria mit den Worten des Engels und ihrer Verwandten Elisabeth. Der Name JESUS steht in der Mitte dieses Gebetes. Möge Jesus unsere Freude sein und bleiben, gerade auch in Not und Bedrängnis.

Am Festtag der mit der frohen Botschaft des Evangeliums gesegneten Gottesmutter grüßt Sie aus Marienstatt zusammen mit allen Mitbrüdern

Ihr Abt Andreas Range O. Cist.


TEXTE DER HEILIGEN MESSE

Oration

Gott, du bist groß und unbegreiflich. Nach deinem Willen ist dein ewiges Wort im Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden. Gläubig bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Mache uns würdig, Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Erste Lesung (Jes 7, 10–14)

Lesung aus dem Buch Jesaja

In jenen Tagen sprach der Herr zu Ahas, dem König von Juda; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästihgen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.

Graduale (Zwischengesang)

Anmut ist ausgegossen über deine Lippen;
darum hat Gott dich für immer gesegnet.
(Ps 45,3)

Zweite Lesung (Hebr 10, 4–10)

Lesung aus dem Hebräerbrief

Das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen. Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen; an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen. Da sagte ich: Ja, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle –, um deinen Willen, Gott zu tun. Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden; dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das Erste auf, um das Zweite in Kraft zu setzen. Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal geheiligt.

Tractus (Zwischengesang)

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.

EVANGELIUM (Lk 1, 26–38)

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


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