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Neuigkeiten

aus der Abtei

Impuls zur Passionswoche II


Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
liebe Freunde,

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
liebe Freunde der Abtei Marienstatt,

in diesen Tagen der verordneten Ruhe und Abschottung fällt es uns schwer auch innerlich zur Ruhe zu kommen. Von heute auf morgen den Motor von Vollleistung auf Ruhemodus runterzufahren ist gar nicht so leicht. Das kann auf kurz oder lang auch auf einen innerlichen Zusammenbruch hinlaufen. Dieses Problem zieht sich, wenn auch zum Teil zeitverschoben, über den ganzen Globus. Die von heute auf morgen zum Teil verordneten Ausgangssperren und die räumliche Distanz werfen uns unmittelbar auf uns selbst zurück. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen uns dem stellen. Wir sind eingeladen, einen Besuch bei uns selbst zu machen, um eine persönliche Standortbestimmung in dieser Krise vorzunehmen. Das fällt uns wahrlich nicht leicht. Und wer meint, wir als Mönche hätten es damit leichter, dem muss ich widersprechen. Das Silentium, das in den Klosterräumen seinen Ort hat, bekommt jetzt nochmals eine Verschärfung. Neben Abstand im Chor und beim Essen versucht man sich sprichwörtlich „aus dem Weg zu gehen“, um nicht zum Ansteckungsfaktor zu werden. Man nimmt, was sonst weniger der Fall war, das Rauschen eines Wasserhahns wahr, weil gerade ein Mitbruder pflichtbewusst und vorsorglich die Hände desinfiziert.
Das täglich ansteigende Coronabarometer, die aktuellen Zahlen des RKI werden auch von uns mit Betroffenheit und Bestürzung wahrgenommen und in der täglichen Erholung (Rekreation) angesprochen. Die vielen Bilder und die Informationsflut dieser Tage gehen nicht spurlos an uns vorüber. Wie könnte es auch? All das lässt uns nicht kalt, sondern mündet in unser Stundengebet, wie auch das persönliche Gebet der Mitbrüder, wie auch in die tägliche Eucharistiefeier am Morgen.
Unser Beten spiegelt sich wider im ersten Abschnitt des Tagesgebetes am Donnerstag der 5. Woche der Fastenzeit.
Nehmen wir diese Bitte und geäußerte Zuversicht in dieser angespannten Zeit mit in den Tag.

„Allmächtiger Gott,
erhöre unser Gebet und beschütze uns,
denn wir setzen unsere ganze Hoffnung auf dich.“

Ihr P. Dominikus


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