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vom Forum e.V.

Mönchsfriedhof neu gestaltet


2 Stelen nennen die Namen verstorbener Mönche der Abtei

Nach intensiver Planung ist jetzt der Friedhof der Mönche zwischen Basilika und Barockgarten neu gestaltet worden.

 Auf Initiative der Abtei und finanziert durch das Forum Abtei Marienstatt wurden zwei lebensgroße Stelen errichtet, die wie eine Kreuzigungsgruppe am großen Kruzifix stehen. Die schlichten Stelen wurden aus beschichtetem Metall und Aluplatten in Metalloptik in gleicher Farbe wie das große Kreuz und die neuen Einzelgrabkreuze gefertigt.

Auf der einen Stele sind die Namen der seit der Wiederbesiedlung bis 1950 verstorbenen Mönche niedergeschrieben, deren Gräber ursprünglich in der ersten Reihe des Friedhofs waren und die seit einigen Jahren eingeebnet sind. Die Stele ersetzt die beiden früheren Granitsteine.

 Auf der zweiten Stele finden sich Namen von Mönchen, die in Marienstatt gewirkt, aber aus unterschiedlichsten Gründen dort nicht beerdigt werden konnten. Als erster ist der Gründungsabt Dominikus Willi aufgeführt, der als Bischof von Limburg starb und im dortigen Dom bestattet worden ist. Zu ihnen gehören auch der 3. Abt nach der Wiederbesiedlung Eberhard Hoffmann, der vor den Nazis fliehen und im Schweizer Exil verstarb oder P. Raymund Lohausen, der mehrere Jahre im KZ Dachau eingesperrt war und 1948 als Spiritual im Zisterzienserinnenkloster Thyrnau starb. Es finden sich auch eine ganze Reihe von Mitbrüdern, die als Soldaten im Ersten bzw. Zweiten Weltkrieg umgekommen sind. Dank der Recherchen von Klosterarchivar Jörg Ditscheid konnten bei Vorbereitung des Projektes viele Schicksale durch entsprechende Recherchen weiter aufgeklärt und insbesondere Todeszeitpunkte und –orte ermittelt werden.
Letzter Name auf dieser Stele ist der von P. Maurus Mohrs, der vielen noch bekannt sein dürfte als Mönch, Lehrer am Gymnasium, Cellerar und begeisterter Sportler, der zuletzt als Spiritual im Zisterzienserinnenkloster in Erd/Ungarn tätig war.

 Beide Stelen erlauben allein durch die Namen der dort genannten Mönche einen Blick auf die Geschichte der Abtei seit Ende des 19. Jahrhunderts. Mögen viele Besucher sich an den Stelen und dem Friedhof insgesamt an die dort beerdigten Seelsorger erinnern und ihnen ein Gebet widmen.


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