Zum Tod von Br. Oliver Müller O.Cist.
Marienstatt trauert um einen lieben Mitbruder
In der Nacht auf den 21. Februar hat unser Herr unseren lieben Mitbruder Oliver Müller unerwartet zu Sich gerufen.
Bruder Oliver, 1954 in Bonn geboren und auf den Namen Stefan getauft, hatte ein bewegtes Leben, bevor er in die Abtei Marienstatt kam. Nach Abitur und Militärdienst studierte er Geologie („ich bin Ge-ologe, nicht Theologe“, betonte er immer mit seinem trockenen Humor: „Die einen regeln, was unten ist, die anderen, was oben ist. Und beide haben keine Ahnung“). Er arbeitete in einem Ingenieurbüro, das leider Insolvenz anmelden musste. Danach übernahm er für einige Jahre eine Weinstube. Bei einem Urlaub in der Zisterzienserabtei Himmerod, die er schon lange kannte, überlegte er, ob das Klosterleben für ihn ein Weg sein könnte. 2006 trat er in Himmerod ein und bekam den Ordensnamen Oliver zur Ehre des heiligen Märtyrerbischofs Oliver Plunkett, mehr noch aber in Gedenken an seinen verehrten Onkel „Olli“. 2009 legte er die zeitliche, 2012 die feierliche Profess ab. „Ich wollte mein Leben umkrempeln und fand es sehr positiv hier“, sagte er einmal bei einem Interview.
Nach der schmerzlichen Auflösung der Abtei Himmerod im Jahr 2017 trat Br. Oliver zusammen mit unserem jetzigen Abt Ignatius in die Abtei Marienstatt über. Am 01. Oktober 2020 übertrugen beide Mönche ihre Mönchsprofess nach Marienstatt, sodass sie volle Mitglieder des Marienstatter Konvents wurden.
Bruder Oliver übernahm den Dienst des Pförtners, den er bis zum letzten Tag seines Lebens ausübte. Er war ein Original mit Schalk im Nacken. Seine liebe Art und sein Humor werden uns fehlen.
Wir feiern das Requiem für Br. Oliver am kommenden Freitag, 27. Februar, um 14.00 Uhr in der Abteikirche, anschließend findet die Beisetzung auf dem Mönchsfriedhof statt. Wir wollen für ihn beten und seine Seele der Barmherzigkeit Gottes anempfehlen.

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