Was mein Leben in Marienstatt reicher macht
„Nur Gott allein muss ersehnt werden, der allein unsere Sehnsucht erfüllen kann. Und jede Gnade, die wir empfangen haben, soll zum Ursprung ihrer eigentlichen Quelle zurückgebracht werden.“ (Bernhard von Clairvaux)
Was macht mein Leben in Marienstatt reich?
… dass ich jahrhundertealten Gebetstexten, eigenen Gebetsversuchen und dem Schweigen Raum geben kann, Dimensionen, die in anderen Kontexten eher verdrängt, vernachlässigt, vergessen werden.
… dass ich Gott suchen, preisen und verkünden darf.
… dass ich die Liebe, die Gott zu uns hat – Gott hat uns zuerst geliebt (1. Joh 4,10) – frohen Herzens Tag für Tag weitergeben darf.
Altabt Andreas Range
Eigentlich wollte ich immer nur Mönch in Marienstatt sein, also mehr oder weniger zurückgezogen diese Berufung leben. Nun bin ich mein ganzes Leben in Marienstatt als Mönch Priester und auch in der Pfarrseelsorge tätig. Und genau das hat sich als richtig erwiesen:
Die Balance zu suchen zwischen dem Leben in der Gemeinschaft der Brüder und dem Anspruch der Seelsorge. Es ist wie eine Gratwanderung im Gebirge. Das Leben mit dieser Aufgabe schenkt die Weite des Blickes und die Konzentration auf den nächsten Schritt, spannend und wunderschön zugleich.
P. Guido Dupont
Mich bereichert das tägliche Psalmenbegleiten, wo ich mit improvisierten Melodien und Harmonien das Gehörte musikalisch neu interpretieren und ausschmücken kann. Dabei bin ich mitten in der Gemeinschaft der Brüder und bin dort ganz aufgehoben.
Zudem bereichern mich viele kleine Begegnungen mit den Mitbrüdern im normalen Alltag, wenn ich da einspringen kann, wo ich gebraucht werde.
Fr. Gregor Brandt
Die klösterliche Gemeinschaft mit ihrer Ordnung gibt meinem Leben eine Form. Form bedeutet zugleich Entlastung. Solche Entlastung, nicht jeden Tag neu „erfinden“ zu müssen, sondern eingebettet zu sein in den Ablauf von Gebet und Arbeit schenkt Freiheit: Freiheit für Gott und die Menschen, die Gott mir anvertraut. Somit eröffnet sich der Freiraum dafür, den Willen Gottes zu suchen und den Seelen zu helfen (wie es mein Namenspatron sagen würde).
Abt Ignatius Fritsch
Der geregelte Tagesablauf im Kloster macht mein geistliches Leben sehr reich. Die ausgewogene Abwechslung von Gebet, Arbeit und Lesung schafft einen Rhythmus, durch den ich mich selbst jeden Tag besser kennenlerne. Die heilige Liturgie empfinde ich als das Herz unseres Tuns. Wenn wir als Klosterfamilie Gott loben und die Geheimnisse des Glaubens feiern, sind wir in unserer eigentlichen Heimat, dem Himmel.
P. Augustinus Hernández
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