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Mönch werden


Ein großes Gut ist es, Gott zu suchen: ich meine, es gibt kein anderes Gut für die Seele, das diesem gleichkommt. Das Gottsuchen ist das erste, was uns gegeben ist, und die letzte Stufe unserer Entfaltung. (Bernhard von Clairvaux)

Mein Weg ins Kloster


Der Weg an diesen Ort brauchte seine Zeit

 Es war ein längerer Prozess, an dessen Ende eine bewusste Entscheidung stand. Die Begegnung mit Ordenschristen während des Zivildienstes in einem Kölner Altenheim, ein längerer Aufenthalt in einem Straßenkinderprojekt in Indien und der aktiv gelebte Glaube in meiner Familie und Heimatpfarrei sind mit Sicherheit wichtige Faktoren dafür. Es überwiegt aber die tiefe Sehnsucht, den großen Fragen des Lebens auf der Spur zu bleiben und Gott in all den persönlichen wie zeitgeschichtlichen Kontexten Tag für Tag zu suchen.

Marienstatt ist der Ort, wo ich dies mit einer Lebensform verbinden kann, die meine Art zu leben mit meiner Art des Glaubens und Betens vereint.

Ein zentraler Platz ist für mich die Basilika. Sie ist der wichtigste räumliche Bezugspunkt für meine persönliche Christus- und Gottesbeziehung. Zweifel gehört zum Glauben dazu. In dieser Kirche verfliegt er bei mir immer schnell, denn dieser Raum fasziniert mich jeden Tag aufs Neue, so wie Gottes Wort uns laufend faszinieren, begeistern und herausfordern will.

Fr. Nikolaus Merten


Eigentlich war es so nicht geplant

 Als ich mit 19 Jahren nach Deutschland kam, träumte ich nur von einer Karriere als Orchestermusiker, aber die Frage nach Gott und meinem Glauben drängte sich in dieser ganz anderen Kultur unerwartet auf. Die Begegnung mit diesem liebenden Gott im Gebet und Gottesdienst hat mein Leben für immer verändert.

Während meiner Studienzeit fand ich deutliche Wegweiser: eine lebendige Gemeinde, die Freundschaft von Schwestern und Brüdern im Glauben und vor allem die Begleitung eines geistlichen Vaters. Sie spielten eine wesentliche Rolle, um dem leisen, aber unüberhörbaren Ruf Gottes zu gehorchen.

Mit dem Wunsch, dem Herrn in einer Gemeinschaft nachzufolgen, habe ich Marienstatt als Interessent besucht. Es wäre töricht gewesen, weiter zu suchen, denn es war sehr schnell klar, dass ich an diesem Ort der Ruhe und des Friedens bleiben wollte. Weil Gott mein Leben so geführt hat, kann ich ihm nur danken und mit den Worten des Psalmisten sagen: „Dedisti laetitiam in corde meo – Du hast mir große Freude ins Herz gelegt“! (Ps 4,8)

Fr. Augustinus Hernández

Der Weg ins Kloster

Bevor sich ein Mönch durch die Gelübde auf Lebenszeit an die Klostergemeinschaft bindet, kann die Gemeinschaft ihn kennenlernen. Er selbst hat mindestens viereinhalb Jahre Zeit, das Leben nach den „evangelischen Räten“ (Ehelosigkeit, Besitzlosigkeit, Gehorsam) kennenzulernen und in die Gemeinschaft hineinzuwachsen.

  • Voraussetzungen
    • Sehnsucht nach Gott, Freude am Dienst und an der Gemeinschaft mit Ihm,
    • der Wunsch, dies betend und arbeitend in einer klösterlichen Gemeinschaft zu leben,
    • männlich und mindestens 18 Jahre alt,
    • abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur.
  • Postulat / einjähriges Noviziat

    Nach sechs Monaten als Postulant wird der Kandidat im Kapitelsaal – dem Ort offizieller Versammlungen der Gemeinschaft – eingekleidet, erhält seinen Ordensnamen und beginnt sein einjähriges Noviziat, das er als Probezeit jederzeit beenden kann. Er erhält regelmäßigen Unterricht durch den Novizenmeister und hilft in verschiedenen Arbeitsbereichen mit.

  • Profess

    In der „Zeitlichen Profess“ bindet sich ein neuer Mitbruder durch Ablegen der Ordensgelübde (klösterlicher Lebenswandel, Gehorsam, Ortsbeständigkeit) zunächst für drei Jahre an die Klostergemeinschaft. Auf diese Zeit, die auch verlängert werden kann, folgt mit der „Feierlichen Profess“ und „Mönchsweihe“ die Bindung an die Gemeinschaft auf Lebenszeit. Alle Mönche, die nach der Regel Benedikts leben, verbringen ihr ganzes Ordensleben in ein und demselben Kloster.


Kontakt

Wenn Sie offen sind für diesen Weg, treten Sie gerne in Kontakt mit unserem Novizenmeister, Abt Andreas Range, der sich mit den Brüdern auf die Begegnung und das Gespräch mit Ihnen freut.

Unabhängig davon ist es möglich unsere Abtei als Gast bei Aufenthalten im Gästebereich kennenzulernen.

Zisterzienserabtei Marienstatt
Abt Andreas Range OCist

D – 57629 Abtei Marienstatt

E-Mail schreiben
Tel.: 0 26 62 / 95 35 – 0
Fax: 0 26 62 / 95 35 – 111